Für eine Nasenoperation, eine so genannte Rhinoplastik, kann es vielfältige Gründe geben. Auf der einen Seite
sind da gesundheitsbedingte Argumente, die Nase korrigieren zu lassen: Eine schiefe Nasenscheidewand verursacht
Atemprobleme, führt zu dauerhafter Mundatmung und Schnarchen. Viel häufiger sind es allerdings ästhetische
Gründe, die dazu veranlassen, die Nase operativ richten zu lassen. Auf Grund der besonders exponierten Lage der Nase,
mitten im Gesicht, lässt sich eine unschöne Fehlstellung im Prinzip nicht verbergen. Zu einem schönen,
ebenmäßigen Gesicht gehört eine wohlgeformte Nase unbedingt dazu. Eine schiefe Nase oder ein Höcker auf
dem Nasenrücken kann zu einer starken Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls führen.
Die Entscheidung zur Nasenoperation
Die Notwendigkeit des Eingriffs sollte allerdings sehr genau abgewogen werden.
Obwohl es sich hierbei um eine der häufigsten plastisch-chirurgischen Schönheits-Operationen handelt, sollte nicht
unterschätzt werden, dass der Eingriff anspruchsvoll und schwierig ist und damit natürlich auch ein gewisses
Risiko birgt. Bevor der Patient sich für die Nasen- OP entscheidet, sollte er sich ausführlich von seinem
plastischen Chirurgen beraten und informieren lassen. Wichtig ist, sich darüber bewusst zu sein, dass jeder Eingriff
die Funktionstüchtigkeit der Nase beeinträchtigen kann. Eine gesunde Nase, die aus plastischen Gründen
gerichtet wird, kann plötzlich unter Atemproblemen leiden. Erstrebenswert wäre eine gut geformte Nase, die gut mit
dem Rest des Gesichts harmoniert und die gut funktioniert.
Verlauf der Nasenoperation
Die Operation dauert in der Regel 1 bis 3 Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Hautschnitte werden, aus
ästhetischen Gründen, im Naseninneren oder am Nasensteg, entlang geführt. Dann nimmt der Chirurg die
Ummodelierung der Nase vor. Dabei wird das Knochen- und Knorpelgerüst der Nase behutsam in die gewünschte Position
gebracht. Die Nase kann auf diese Weise verkleinert oder begradigt werden. Um die neue Form zu stützen, wird nach der
Operation eine kleine Schiene angelegt, die mit einem Acrylverband befestigt wird. Innerhalb von 1 bis 2 Wochen bilden sich
die Schwellungen und Blutergüsse zurück, sodass die erste öffentliche Vorführung der neuen Nase bereits
nach 2 Wochen möglich ist. Das endgültige Ergebnis wird aber erst nach etwa 2 Monaten sichtbar. Während die
meisten Operationen ein zufriedenstellendes Ergebnis bringen, sind bei etwa 10-20 Prozent der Eingriffe Nachoperationen
notwendig. Diese sind erst nach einem Jahr möglich und gestalten sich in der Regel wesentlich schwieriger.